Festveranstaltung zu 100 Jahren Frauenwahlrecht

Veröffentlicht am 14.11.2018 in Pressemitteilungen

Die SPD Landtagsfraktion lud zur Festveranstaltung „100 Jahre Frauenwahlrecht“ am letzten Montag, in den Plenarsaal des Landtags von Baden-Württemberg nach Stuttgart ein. Dies war ein Grund zum Feiern, denn vor über 100 Jahren setzten sich Frauen dafür ein, das Wahlrecht zu erhalten. Die Initiatorinnen wurden damals verspottet und beschimpft. Was heute selbstverständlich ist, nämlich als Frau wählen zu können und gewählt zu werden, war lange nicht möglich, unerwünscht und verpönt. Über 300 Frauen und Männer aus ganz Baden-Württemberg folgten der Einladung und besetzten Plenarsaal und Besuchertribüne. Unter ihnen Herta Finkbeiner-Schilling, SPD Vorsitzende und Gemeinderätin aus Ottersweier.

Als Festrednerin begrüßte der SPD Fraktionsvorsitzende im Landtag Andreas Stoch MdL Ministerin für Justiz und Verbraucherschutz Dr. Katharina Barley MdB. Stoch zeigte sich erfreut über den hohen Frauen Anteil in Plenarsaal und auf der Regierungsbank.

Die Initiatorinnen für ein Wahlrecht für Frauen so Katarina Barley verdienten großen Respekt, kämpften sie doch seit Ende des 19. Jahrhundert für gleiche Rechte von Männern und Frauen. Feminismus richte sich nicht gegen Männer, sondern wolle Beteiligung der Frauen, erreichen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung war an der Teilhabe ausgeschlossen. Sie konnten nicht über Gesetze bestimmen, die sie selbst und ihr Leben betrafen. Das musste sich ändern. Die SPD kämpfte damals die Einführung der Demokratie und für geheime, gleiche und direkte Wahlen aller Bürgerinnen und Bürger. Das Wahlrecht sollte nicht länger vom Stand und dem Steueraufkommen einer Person abhängen. Unter Hohngelächter der bürgerlichen Parteien wurde dieser Gesetzentwurf im Reichstag eingebracht und im November 1918 beschlossen. Bei der Reichstagswahl am 19.1.1919 beteiligten sich 80 der wahlberechtigten Frauen. Immerhin zogen damals 27 Frauen in die Nationalversammlung als Abgeordnete ein.

Das Frauenwahlrecht ist für uns heute selbstverständlich. Doch wie stellt sich der Frauenanteil in den politischen Gremien heute dar. Im Deutschen Bundestag beträgt derzeit 31 %, während der vorigen Wahlperiode waren dies noch 36,5 %. In Frankreich gibt es eine Quotierung. Im Reißverschlusssystem werden Frauen und Männer abwechselnd zu jeweils 50 % in die Wahllisten aufgenommen. Ansonsten werden Listen abgelehnt oder hohe Geldstrafen fällig, die leider oft genug bezahlt werden.

Teilhabe betrifft auch andere Bereiche, z. B. bei Aufsichtsratsposten, so Katharina Barley weiter. Bei börsenorientierten Unternehmen sei die Parität durch die Quotierung erreicht worden. In Vorstandspositionen bei Unternehmen seien Frauen weniger präsent, häufige kämen die Vornamen Thomas und Michael vor.

Für ebenfalls unerlässlich hält es die Ministerin, dass es nicht vom Geldbeutel des Einzelnen abhängen darf, ein politisches Amt zu übernehmen, wie z. B. in den USA. Dies treffe für die Demokratie in Deutschland zum Glück nicht zu.

Um Menschen für Politik zu begeistern, wählen zu gehen oder zu kandidieren, gelte es Rahmenbedingungen zu schaffen, um Politik wieder glaubwürdiger zu gestalten. Begeisterung für die Aufgabe und Solidarität gehörten ebenso dazu, wie sachliche Kritik auszuhalten und sachliche Kritik bei anderen anzubringen.

 

Vorstand OV Ottersweier

 

Herta Finkbeiner-Schilling  Vorsitzende

Winfried Mülberg  Stellv.Vorsitzender

 

 

 

Gemeinderat Ottersweier

Für uns im Gemeinderat Ottersweier sitzen folgende Gemeinderätinnen und Gemeinderäte:

Herta Finkbeiner-Schilling

Ralf Albrecht

RATSINFORMATIONSSYSTEM

Gabriele Katzmarek

Ihre Bundestagsabgeordnete

Jonas Nicolas Weber

IHR LANDTAGSABGEORDNETER

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